Bestandskunde, der gearschte

Laufende Verträge haben den großen Vorteil dass man sich um nichts mehr kümmern braucht. Ein beliebiger Dienst wird dauerhaft zur Verfügung gestellt und zum Ausgleich wird regelmäßig abgebucht. Fertig.
Und genau das ist auch das Problem. Mobilfunkverträge, DSL-Anschlüsse, Automobilklubmitgliedschaften, Versicherungen, etc., in der Regel wird alles im Laufe der Zeit günstiger bzw. die Leistungen verbessern sich. Aber natürlich nur bei Neuverträgen.

Bei neuen Handyverträgen bekomme ich fürs gleiche Geld inzwischen deutlich mehr Freiminuten bzw. sogar flatrates und auch viel mehr Datenvolumen als bei meinem alten Bestandsvertrag aus dem Jahre 2002.
Für meinen Telekom ADSL 16000 mit ISDN-Anschluss zahle ich monatlich inzwischen fast das doppelte als für einen aktuellen VDSL-Vertrag mit VoIP-Telefonie. Klar ist ISDN zuverlässiger und toller als VoIP (kann ich als jemand, der jahrelang beruflich in diesem Feld unterwegs ist, bedenkenlos so vereinfacht zusammenfassen), aber ist mir das 15€ mehr im Monat wert?

Meine ADAC Mitgliedschaft habe ich jetzt auch endlich mal gekündigt. Hauptsächlich nicht wegen der aktuellen Affäre in dem Laden, sondern weil sie bei vergleichbarer Leistung deutlich teurer als die Mitbewerber sind. Außerdem haben sie mit ihrer neuen Buslinie und anderen Projekten für mich auch den Fokus auf das Wesentliche eines Automobilklubs verloren. Aber da kann ja jeder anderer Meinung sein.

Als nächstes werde ich mir mal meine Bankkonten genauer ansehen. Die monatlichen Kontoführungsgebühren sind ja vielleicht noch ok, aber dann per AGB-Änderung noch Geld für jede Überweisung und so haben wollen, finde ich dann doch ziemlich frech.

Und so kommt eins zum anderen. Bisher habe ich noch nicht den vollen Durchblick über alle laufenden Verträge. Das ist an sich schon schlimm genug ist, aber für alles Bestehende Alternativen zu suchen, gegeneinander zuhalten, rechtzeitig zu kündigen und sich dann vielleicht noch mit so netten Themen wie Rufnummernübernahme zu kümmern, ist eine Menge Arbeit und kostet auch viele Nerven. Für drei gesparte Euro im Monat ist das gefühlt sinnfrei, aber in Summe kommt da doch ein recht hoher Betrag zusammen.

Was mir da am Anfang wirklich geholfen hat ist ein strukturierter Überblick über alle Kontenbewegungen. Mit einem Blick zu sehen was ein Auto, das Handy oder die Versicherungen pro Monat, Quartal oder Halbjahr koste,n ist schon sehr hilfreich und zugleich ermutigend sich da mal dran zu machen.

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